Abschlussfeier 2026

Die Absolventen der Realschule Waldmünchen – drei Klassen – haben im Beisein ihrer Eltern und zahlreicher Gäste ihre Zeugnisse erhalten. Die besten Absolventen sowie Schüler, die sich ehrenamtlich engagiert haben, wurden besonders geehrt.

„Feste soll man feiern, wie sie fallen“, daran erinnerte Beratungsrektorin Barbara Zwicknagl zu Beginn der Entlassfeier an der Realschule. Und das taten die Absolventen der drei zehnten Klassen dann auch mit der Schulfamilie, ihren Eltern und zahlreichen Gästen. Die Bürgermeister ihrer Heimatgemeinden erwiesen den Absolventen an diesem Tag, dem Beginn eines neuen Lebensabschnitts, ebenfalls die Ehre.

Waldmünchens Bürgermeister Wolfgang Kürzinger – er überbrachte auch die Grüße und Glückwünsche von Landrat Christian Spindler – sprach von einem bedeutenden Tag für die Schüler. Nun beginne etwas Neues und es gebe viele Wege, die sie einschlagen könnten. Bange sein müsse ihnen dabei nicht, denn durch ihren Fleiß, aber auch durch die Schule und die Eltern seien sie bestens darauf vorbereitet. Jeder habe das Ruder selbst in der Hand und könne Entscheidungen treffen. Kürzinger machte aber auch deutlich, dass „lebenslanges Lernen“ ihr Berufsleben begleiten werde. Und noch etwas gab er den Absolventen mit auf den Weg: „Im work kann auch life sein. Dann ist Arbeit auch life“ und die Work-Life-Balance stimme.

Seine Fähigkeiten nutzen

Er appellierte an die Absolventen, ihre Fähigkeiten zu nutzen und sich auch in ihren Gemeinden einzubringen und so die Gesellschaft mitzugestalten. Viele seien bereits ehrenamtlich tätig, lobte Kürzinger mit Blick auf die Blaskapelle und die Schulband, die die Feier musikalisch gestalteten. Sein Wunsch an die Schüler: „Bleibt unserer Region treu, wir brauchen euch“. Den Eltern wünschte er, dass es ihnen gelingen möge, loszulassen, Verantwortung zu übertragen und Fehler zuzulassen. Der Schule versicherte er, dass der Landkreis als Sachaufwandsträger alles tun werde, um die bildungspolitischen Anforderungen der Zeit zu meistern. Dass zum Einzugsgebiet auch der Landkreis Schwandorf gehöre, sichere den Standort der Realschule Waldmünchen.

„Ein großer Tag für euch und uns Eltern“, sagte Elternbeiratsvorsitzender Jürgen Himmering. Mit dem Abschluss in der Tasche und an der Schwelle zu einem neuen Lebensabschnitt sei nun „die beste Zeit in eurem Leben“. Die nächsten acht Wochen sollten sie feiern: „Schaltet den Partymodus ein“, appellierte er an die Zehntklässler. Sie könnten stolz auf sich sein, denn der Weg sei nicht immer leicht gewesen, doch sie hätte es geschafft. In der Schule hätten sie aber nicht nur Mathe, Deutsch et cetera gelernt, sondern auch Freundschaft, Gemeinschaft und Zusammenhalt erfahren. Sein Appell an die Entlassschüler: „Habt Mut, bleibt neugierig und lasst euch nicht unterkriegen“.

Schule wie Fußball-WM

Für Erheiterung sorgte Schulleiter Josef Mühlbauer, der die Schulzeit mit einer Fußball-WM verglich. Nach den Grundlagen – Lesen, Schreiben, Rechnen -, dem „Passspiel der Grundschule“, sei das Spiel anspruchsvoller geworden und mit Mathematik, Fremdsprachen und Physik seien neue Gegner aufgetaucht. Die Saison sei nicht immer erfolgreich verlaufen, es habe Siege und Niederlagen gegeben.

Einen besonderen Dank richtete Mühlbauer an die „Trainer“, die Lehrer, die an der Seitenlinie motiviert und beraten hätten, sowie an die „treuesten Fans auf der Tribüne“, die Eltern für die Unterstützung. Mit dem Ende der Schulkarriere beginne nun die „Transferperiode“. Entscheidend dabei sei aber nicht, wie schnell man ankommt, sondern dass jeder seinen Weg findet. Im Leben gewinne nicht immer die Mannschaft mit den größten Talenten, sondern oft die, die zusammenhält, nicht aufgibt und auch nach einem Rückstand weiterspielt. Genau dann zeige sich Charakter und den hätten die Absolventen in den vergangenen Jahren bewiesen.

„Ihr habt schwierige Zeiten gemeistert, Prüfungen bestanden, Herausforderungen angenommen und euch euren Abschluss verdient“, sagte Mühlbauer. Doch er warnte davor, dieses Zeugnis mit dem „Endstand eures Lebens“ zu verwechseln: „Es ist nur ein Ergebnis, das Turnier geht weiter.“ Für die Zukunft, die „nächste Halbzeit“, wünschte er den Absolventen Mut, Gelassenheit und die Fähigkeit, über sich selbst zu lachen, wenn mal ein Schuss daneben geht: „Macht was Großartiges aus eurem Spiel“.

Die Schülersprecher Eva Babl, Susanna Heidinger und Jakob Himmering erinnerten in ihrer Rede an so manche Begebenheiten aus der Schulzeit. Ihr Dank galt allen, die sie dabei begleitet haben. Nun würden sich ihre Wege trennen, aber vieles aus diesen gemeinsamen Jahren bleibe in Erinnerung. Um dem „Bildungsauftrag“ gerecht zu werden, beendete Himmering seine Rede mit dem Zitat eines „großen Dichters und Denkers unserer Zeit“, Kollegah & Farid Bang: „Wir sind jung, brutal, gutaussehend für alle Zeit der Welt“.

Bei der Zeugnisverleihung bekam jeder Absolvent auch ein Exemplar des Jahresberichts und des Heimatboten. Letzteren hatte wieder der Museumsverein zur Verfügung gestellt. Die Raiffeisenbank Chamer Land steuerte zur Entlassfeier einen Geldbetrag bei. Vor dem Stehempfang verabschiedeten sich die drei Klassen mit launigen Worten und so mancher Anekdote aus dem Schulalltag von ihren Klassenleitern und weiteren Lehrern. Als Dankeschön für die Unterstützung und die Begleitung in den vergangenen Jahren überreichten sie jedem ein persönliches Geschenk.

Die besten Absolventen

Die besten Absolventen mit einer Eins vor dem Komma bekamen bei der Ehrung „Waldmünchen Gutscheine“ vom Elternbeirat: Lilly Kleber (1,00), Anna Troidl (1,17), Sandra Kolbeck (1,18), Bastian Heumann (1,36), Laura Uhrmann (1,36) Charlotte Edinger (1,45), Magdalena Königsberger (1,50), Susanna Heidinger (1,58), Lukas Eiber (1,64), Leonie Bauer (1,67), Felix Ruhland (1,73), Pia Stautner (1,73), Selina Köhler (1,82), Timo Zäch (1,82), Florian Mauerer (1,91), Franziska Weidner (1,91), Sabrina Babl (1,92).

Besondere Leistungen/Ehrenamt

Für besondere Leistung im Ehrenamt wurden fünf Schüler ausgezeichnet und erhielten ebenfalls Gutscheine: Lukas Eiber, Johannes Griebl, Felix Ruhland, und Florian Straßburger (alle Schulband) sowie Charlotte Edinger (Schülerbücherei).

(nach: Chamer Zeitung, 26.07.2026)

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