Nah dran an den Jugendlichen: Dr. Gerhard Hopp im Austausch mit den 10. Klässlern

Europa, Sicherheit und Demokratie

Landtagsabgeordneter Dr. Gerhard Hopp zu Gast

Wie beeinflusst die Europäische Union unseren Alltag? Warum wird derzeit so viel über Sicherheit und Verteidigung diskutiert? Und weshalb sollten junge Menschen überhaupt wählen gehen? Mit diesen und vielen weiteren Fragen setzten sich die Schülerinnen und Schüler der Realschule bei einer Podiumsdiskussion mit dem Landtagsabgeordneten Dr. Gerhard Hopp auseinander.

Zu Beginn machte Dr. Hopp deutlich, dass viele Entscheidungen der Europäischen Union oft unbemerkt den Alltag der Bürgerinnen und Bürger prägen. Ob beim Wegfall von Roaming-Gebühren im Ausland, bei einheitlichen Verbraucherrechten, Umweltstandards oder der Reisefreiheit innerhalb Europas – die EU sei in zahlreichen Lebensbereichen präsent, auch wenn dies vielen Jugendlichen nicht bewusst sei.

Besonders interessant war die Frage nach den Vorteilen der EU für junge Menschen in ländlichen Regionen wie der Oberpfalz. Dr. Hopp verwies auf den grenzüberschreitenden Austausch. Gerade die Nähe zu Tschechien eröffne jungen Menschen zusätzliche Möglichkeiten in Schule, Ausbildung und Beruf. Europa sei nicht nur ein politisches Projekt, sondern biete ganz konkrete Chancen für die persönliche Entwicklung.

Ein Thema, das die Schülerinnen und Schüler besonders beschäftigte, war die Nutzung sozialer Medien. Auf die Frage, ob Social Media erst ab 16 Jahren erlaubt sein sollte, betonte Dr. Hopp die Herausforderungen durch Desinformation, Cybermobbing und den Schutz persönlicher Daten. Gleichzeitig verwies er darauf, dass Verbote allein keine Lösung seien. Vielmehr komme es darauf an, Medienkompetenz zu fördern und Jugendliche dabei zu unterstützen, digitale Angebote verantwortungsvoll zu nutzen.

Auch die aktuelle Sicherheitslage in Europa wurde intensiv diskutiert. Dr. Hopp erklärte, dass der russische Angriff auf die Ukraine deutlich gemacht habe, dass Frieden und Sicherheit in Europa keine Selbstverständlichkeit seien. Deshalb werde wieder stärker über Verteidigung und die Fähigkeit Europas gesprochen, sich selbst zu schützen. Dabei gehe es vor allem um Abschreckung und die Sicherung des Friedens.

In diesem Zusammenhang wurde auch die Rolle der USA thematisiert. Dr. Hopp sprach sich dafür aus, die transatlantische Partnerschaft zu erhalten, gleichzeitig aber die Eigenständigkeit Europas zu stärken. Europa müsse in wichtigen Bereichen wie Sicherheit, Wirtschaft und Technologie handlungsfähig sein, um seine Interessen selbstbewusst vertreten zu können.

Zum Abschluss richteten die Schülerinnen und Schüler den Blick auf die Demokratie. Warum lohnt es sich überhaupt, wählen zu gehen? Für Dr. Hopp war die Antwort eindeutig: Wahlen seien die wichtigste Möglichkeit, politische Entscheidungen mitzugestalten. Wer nicht wählen gehe, überlasse anderen die Entscheidung über Themen, die das eigene Leben betreffen. Gerade junge Menschen sollten ihre Stimme nutzen, um die Zukunft aktiv mitzugestalten.

Die lebhafte Diskussion zeigte, wie sehr europäische Politik, Sicherheit und Demokratie die junge Generation beschäftigen. Der Besuch von Dr. Gerhard Hopp bot den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, politische Zusammenhänge besser zu verstehen und eigene Fragen direkt an einen Entscheidungsträger zu richten. Damit leistete die Veranstaltung einen wertvollen Beitrag zur politischen Bildung an der Bayerischen Realschule.

 

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