Narzissen als Zeichen der Erinnerung
Das Daffodil Project der 10. Klassen
Im Fach Politik und Gesellschaft setzten die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen im Oktober ein besonderes Zeichen der Erinnerung: Im Rahmen des internationalen „Daffodil Project“ pflanzten sie gemeinsam Daffodils (= dt. Narzissen) – und das in einer ganz besonderen Form: als leuchtendes, gelbes Herz.
Ein besonderes Highlight war der Besuch von Dave Feldman, einem Mitbegründer des Projektes aus den USA, der die 10. Klassen zuvor im Unterricht besuchte und das Projekt vorstellte. Da John ausschließlich Englisch spricht, war die Stunde gleichzeitig eine spannende sprachliche Herausforderung – und die Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, ihm viele Fragen zu stellen.
Das Ziel des Projektes ist so einfach wie bewegend: Für jeden der 1,5 Millionen im Holocaust ermordeten Kinder soll eine leuchtende, gelbe Narzisse gepflanzt werden – als stilles, aber kraftvolles Zeichen der Erinnerung.
Als die Narzissen im folgenden April erblühten, hielten die Klassen eine eindrucksvolle Gedenkfeier ab. Im Mittelpunkt standen dabei die Biografien einzelner ermordeter Kinder – Geschichten, die berühren und nicht vergessen werden dürfen.
Gedächtniskultur ist wichtig. „Nie wieder!“ formulierte die Holocaust Überlebende Margot Friedländer den Auftrag für uns heute. Die heutigen jungen Menschen tragen keine Verantwortung für das, was vor über 80 Jahren geschah. Aber sie tragen Verantwortung dafür, dass so etwas nie wieder geschieht. Und genau das haben die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen mit diesem Projekt eindrucksvoll unter Beweis. Anja Schmidt