Gemeinsamer Besuch im Rathaus

Blick über die Karlsbrücke in Prag

Lylwenn aus Combourg 

Schüleraustausch mit Frankreich

Besuch aus Combourg

Für die meisten der 15 französischen Jugendlichen vom Collège St. Gilduin in Combourg ist es der erste Aufenthalt in Waldmünchen. Ganz fremd fühlen sie sich aber nicht, sind sie doch in den Familien ihrer Austauschpartner untergebracht, die sie bereits bei deren Besuch in Combourg kennengelernt haben. So war die Wiedersehensfreude bei ihrer Ankunft auch groß.
Auf die Frage, warum sie an dem Schülertausch teilnehmen und was sie an Deutschland und speziell an Waldmünchen interessiert, antworten Eloane und Lylwenn. Als die Schule den Austausch angeboten hat, habe sie die Gelegenheit ergriffen und sich angemeldet, sagt Eloane. Wie ihre Freundin lernt auch sie am Collège Deutsch und beide sind zum ersten Mal in Waldmünchen. Während sich Lylwenn vor allem für die Gebäude – Architektur allgemein – in Deutschland und auch in Waldmünchen interessiert, hat Eloane keine bestimmten Vorlieben: „Ich bin für alles offen“. Zu entdecken gab es für die beiden Mädchen und ihre Mitschüler einiges. So stand nach dem Empfang im Rathaus und einem Mittagessen in der Jugendbildungsstätte am Nachmittag eine Stadtführung mit Besichtigung der Scherenschnitte auf dem Programm. An den weiteren Tagen erkundeten die jungen Franzosen Regensburg, inklusive einer zweisprachigen Stadtführung und einem Besuch im Haus der Bayerischen Geschichte, ebenfalls mit zweisprachiger Führung. Auch ein Tagesausflug nach Prag war geplant, bevor es wieder heimwärts ging.
Aber nicht nur bei diesen Ausflügen erfuhren die Jugendlichen viel über Land und Leute, sondern auch beim gemeinsamen Unterricht mit ihren Austauschschülern und in den Gastfamilien. „Das macht was mit den Schülern“, stellt Charles Blodig, Französischlehrer an der Realschule Waldmünchen, immer wieder fest. Die Kontakte, die dabei unter den Jugendlichen entstehen, würden nachhaltig gepflegt und über den Austausch hinaus bestehen. Und was die fremde Sprache betrifft, zeige sich bei den Aufenthalten in der Partnerstadt, dass „man nicht nur für die Schule Französisch beziehungsweise Deutsch lernt“.

toggle icon